Beschreibung und Symptom

Schmerzen im Bereich des Gelenks zwischen Mittelfußknochen und Zehen (Metatarsophalangealgelenk) werden als Metatarsalgie bezeichnet.

Ursachen

Durch Fußfehlstellungen oder degenerative Prozesse werden die Köpfchen der Mittelfußknochen belastet und es kann zu einer Abnutzung der Weichteilpolster kommen, die sich zwischen Mittelfußknochenköpfchen und Zehen befinden. Das Tragen zu hoher oder zu kurzer Schuhe belastet diese Weichteilpolster zusätzlich, da dies zu einer chronischen Überstreckung des Metatarsophalangealgelenks führt.
Gelenksschleimhautentzündungen oder das plötzliche Zerreißen der so genannten plantaren Platte (Weichgewebspolster an der Fußsohle unterhalb des Mittelfußknochenköpfchens) sowie ein bestehender Hallux valgus können ebenso eine Metatarsalgie bedingen.

Therapie

Primär wird versucht, durch entsprechende Schmerztherapie und Maßeinlagenversorgung einen operativen Eingriff zu verhindern. Sollte eine Operation notwendig sein, so wird im Zuge dieser eine Verkürzung des betroffenen Mittelfußknochenköpfchens durchgeführt (Weil-Osteotomie). Hierbei wird der Mittelfußknochen durchtrennt und das Köpfchen in Richtung Ferse verschoben. Mit Hilfe einer Mini-Schraube wird das abgetrennte Teilchen an passender Stelle am Mittelfußknochen fixiert und der überstehende Knochen abgetragen und geglättet.

Nach dem operativen Eingriff muss der Fuß stabil verbunden, hochgelagert, mit Eis behandelt und geschont werden. Gehen ist durch die Nutzung eines speziellen Entlastungsschuhes möglich. Nach sechs Wochen können wieder normale Schuhe getragen werden.