Beschreibung

Achillessehnenerkrankungen betreffen vor allem Läufer und entstehen meist als Folge eines Überlastungssyndroms. Aber auch bei älteren Menschen treten Schmerzen im Bereich der Achillessehne auf, wobei diese auf altersbedingte Abnützungserscheinungen zurückzuführen sind.

Symptome

Achillessehnenerkrankungen äußern sich in erster Linie durch Schmerzen am Sehnenansatz, am Fersenbein (dorsaler Fersensporn) oder entlang des gesamten Verlaufs der kräftigsten Sehne des menschlichen Körpers.

Ursachen

Es gibt mehrere Gründe für Schmerzen im Bereich der Achillessehne, wobei entweder ein entzündetes Sehnengleitgewebe (Peritendinitis), die Entzündung des Sehnenansatzes oder eine Erkrankung der Sehne selbst (Achillessehnen-Tendinose) ausschlaggebend sein können. Eine genaue Unterscheidung erfolgt durch die klinische Untersuchung sowie eine ergänzende radiologische Bildgebung.

Therapie

Je nach Erkrankungsbild werden unterschiedliche Therapieansätze gewählt. Zu Beginn stellt die Physiotherapie das Mittel der Wahl dar. Mithilfe eines gezielten Trainingsprogramms, das beinahe ausschließlich aus so genannten exzentrischen Übungen besteht, wird versucht, eine Linderung der Symptome zu erreichen. Hierbei kommen passive und aktive Bremsübungen zum Einsatz, bei denen ein am Fuß fixiertes Gewicht kontrolliert bewegt wird und dadurch eine Dehnung der Muskulatur und des Sehnengewebes bewirkt. Kortisoninfiltrationen werden nur in Ausnahmefällen durchgeführt.

Bleiben Achillessehnenerkrankungen zu lange unbehandelt, kann es zu einem akuten Sehnenriss kommen. In diesem Fall muss unbedingt operiert werden.

Selten reicht auch bei chronischen Formen eine konservative Therapie nicht aus, sodass ein chirurgischer Eingriff notwendig wird.

Im Anschluss an die Operation ist eine Nachbehandlung in Form eines Gipses oder einer Schiene sowie eine aufbauende Physiotherapie notwendig.